
Im Dezember zieht sich draußen alles zurück, und wir machen weiter wie im Juni. Weihnachtsfeiern, Jahresabschluss, Geschenke. Das Jahr endet, aber niemand hört auf.
Dieses Retreat ist ein Raum für Männer, um in der dunklen Jahreszeit anzukommen – bei sich selbst und miteinander. Fünf Tage zum Stillwerden, Reflektieren und Erinnern, wer wir jenseits von Leistung und Alltag wirklich sind.
Fünf Tage lang muss niemand erklären, warum er da ist. Das ist schon der halbe Unterschied zum Alltag.
Wir sitzen im Kreis, jeder bekommt eine Tasse zeremoniellen Kakao. Danach wird es still, und wir fangen an. Kein Rausch, keine Wirkung, die du erwarten musst – der Kakao gibt dem Abend einfach einen Anfang.
Kakao ist ein Lebensmittel, kein Heilmittel.
Liegend, mit Musik und angeleitetem Atem. Manche weinen, manche lachen, manche schlafen fast ein. Was kommt, kommt.
Breathwork ist keine Therapie. Wenn du Herz-Kreislauf-Beschwerden hast oder in psychiatrischer Behandlung bist, sprich vorher mit mir.
Am Feuer sitzen, erzählen, schweigen. Die Wärme, das Licht und die Runde der Männer als Ort echter Begegnung.
Deich, Heide, Watt. Wir gehen jeden Tag raus, auch bei Wind, und das ist im Dezember an der Nordsee keine Kleinigkeit.
Am dritten Tag redet man anders miteinander als am ersten. Das ist der eigentliche Grund, warum es fünf Tage sind und nicht zwei.
Zeit, das Jahr durchzugehen: was gut war, was schwer war, was du nicht mit ins nächste nehmen willst.
Eine historische Schule von 1872 in idyllischer Alleinlage am Rande eines Naturschutzgebiets – nur wenige Kilometer vom Meer.
In Büttjebüll, Nordfriesland, liegt unser Zuhause für diese fünf Tage: ein liebevoll renoviertes Backsteinhaus mit Lehmputz-Wänden, großen Fenstern, hellen Räumen und warmen Holzböden. Ein großer Seminarraum, Kaminöfen und ein weiter Garten – und im Garten gibt es eine windgeschützte Feuerstelle hinter der Düne.
Rundherum: die Bordelumer Heide mit Wäldern, Wiesen und Heideflächen – und das Wattenmeer, das die Weite und Ruhe des Nordens in den Raum trägt.





Fotos des Hauses: Seminarhaus Alte Schule, mit freundlicher Genehmigung.


Michael Storz ist Wildnispädagoge und lebt in Landsberg am Lech. Er hält die Naturseite dieses Retreats: die Tage draußen, das Feuer, die Zeremonien.
Oskar Hass arbeitet mit Männern. Er hört mit dir hin, wenn in dir mehrere Stimmen unterwegs sind: Eine will vorwärts, eine bremst, eine ist längst müde. Statt eine davon zum Gegner zu erklären, bekommt jede ihren Platz. Das ist Begleitung und Coaching, keine Therapie.
Kennengelernt haben wir uns unterwegs, auf Reisen. Seitdem ist viel gemeinsame Zeit dazugekommen, und irgendwann stand fest, dass wir das hier zusammen machen.
Fünf Tage lang ist immer einer von uns ansprechbar. Wenn dir etwas zu viel wird, sagst du das, und dann ist es zu viel. Hier muss niemand durch irgendwas durch.
Nichts Kompliziertes. Du musst nichts glauben und nichts können.
Wir arbeiten mit alten, schlichten Ritualen in der Natur: eine Feuerzeremonie, das Schlagen der Trommel, kleine Gaben an die Erde. Sie markieren Übergänge, ehren die dunkle Jahreszeit und geben dem Abend eine Form, für die man keine Worte braucht.



Gekocht wird für uns, fünf Tage lang, vegetarisch und vegan. Niemand muss einkaufen, schnippeln oder überlegen, was es abends gibt. Wer schon mal in einer Gruppe gekocht hat, weiß, was das wert ist.

Termin und Beitrag stehen noch nicht endgültig fest. Wenn du dich einträgst, hörst du als Erster davon – und entscheidest dann in Ruhe. Das verpflichtet dich zu nichts.
Alternativ direkt per WhatsApp oder E-Mail an info@wairua-spirit.de.