
Kennst du das Gefühl, wenn du merkst, dass die Zeit einfach vorbeigezogen ist? Der Sommer ist gegangen, der Herbst schon halb vorbei, und man könnte nicht mehr sagen, wann das eine ins andere übergegangen ist. Das Leben läuft weiter, von Termin zu Termin, von einer Aufgabe zur nächsten – und selbst der Feierabend ist meist nur die Pause vor dem, was morgen wieder ansteht. Wir haben verlernt, den Übergängen einen Ort zu geben, und es fehlen uns die Momente, in denen wir spüren, dass gerade etwas endet und etwas anderes beginnt.
Über Jahrtausende war das anders. Menschen haben sich an dem orientiert, was um sie herum geschah: an den Sonnenwenden und den Phasen des Mondes, an der Ernte, am ersten Frost, an der Rückkehr des Lichts. Es gab Nächte im Jahr, in denen man zusammenkam, weil dieser Moment etwas bedeutete – und in denen gesungen, getanzt, ein Feuer entzündet oder auch nur gemeinsam geschwiegen wurde. Nicht, weil es schön aussah, sondern um zu begreifen, was gerade geschieht, und es nicht allein tragen zu müssen. Nicht der Kalender hat den Takt vorgegeben, sondern das Leben selbst.
Ein Ritual ist nichts Kompliziertes und verlangt weder einen bestimmten Glauben noch Vorerfahrung. Es braucht einen Rahmen und Menschen, die sich darauf einlassen. Manchmal ist es eine Schale Kakao, die von Hand zu Hand wandert, manchmal ein Feuer, in das man etwas hineingibt, das man nicht länger tragen möchte, manchmal ein Lied, das niemand perfekt singen muss. Was dabei entsteht, lässt sich schwer erklären und umso leichter spüren: Man kommt zur Ruhe, ohne sich dazu zwingen zu müssen, man ist nicht mehr allein mit dem, was einen beschäftigt, man wird gesehen – und kommt zurück zu seinem eigenen Rhythmus.
Genau dafür sind diese Abende gedacht. Ein paar Mal im Jahr lade ich zu Ritualen ein, meist entlang der alten Jahreskreisfeste, und jedes hat seinen eigenen Charakter: mal still, mal in Bewegung, mal draußen am Feuer. Was bleibt, ist immer dasselbe – ein Ort, an dem du für ein paar Stunden nichts leisten musst, sondern einfach da sein darfst.
Es gibt einen Moment im Jahr, in dem das Licht endgültig weicht. Die Blätter sind gefallen, die Felder liegen leer und die Nächte werden länger als die Tage. Unsere Vorfahren nannten diese Zeit Samhain – das Ende der Ernte und der Beginn der dunklen Hälfte des Jahres.
Was von diesem Ritual heute übrig geblieben ist, sind Kostüme und Tüten voller Süßigkeiten. Und doch trägt jeder von uns Dinge in sich, die in diesem Jahr zu Ende gegangen sind.
Genau darum geht es an diesem Abend: diesen Dingen einen Platz zu geben, sie zu würdigen und ziehen zu lassen.
Wir treffen uns, wenn es draußen dunkel wird. Im Zentrum steht eine Kakaozeremonie: Jeder bekommt eine Tasse, wir trinken gemeinsam, und danach wird es still im Raum. Von dort aus gehen wir in die Stille, schauen auf das Jahr zurück und lassen liegen, was nicht mit ins nächste soll.
Du brauchst keine Vorerfahrung und musst weder etwas können noch etwas vorbereiten. Was an diesem Abend entsteht, ist ein geschützter Raum für das, was gerade in dir da ist. Das Einzige, was es wirklich braucht, ist die Bereitschaft, für ein paar Stunden ehrlich zu sein – mit dir und mit den anderen im Kreis.
Deinen Platz sicherst du dir direkt hier – 40 € inklusive Kakao, und mehr brauchst du nicht mitzubringen als deine eigene Tasse.
Stornierung bis sieben Tage vorher kostenfrei möglich.